Kautionsbürgschaft und Barkaution im direkten Vergleich

Wer als Mieter eine neue Wohnung bezieht, der muss in der Regel damit rechnen, eine Kaution beim Vermieter hinterlegen zu müssen. Eine solche Kaution wird oftmals als Barkaution bezeichnet, da der Mieter dem Vermieter Bargeld übergibt, welches dieser dann meistens auf einem Mietkautionsskonto anlegt. Es gibt aber auch noch eine oftmals günstige Alternative zur Barkaution, nämlich die Kautionsbürgschaft, die in der jüngeren Vergangenheit immer häufiger genutzt wird.

Vielleicht haben auch Sie bereits einmal die Situation erlebt, dass ein Umzug in die neue Wohnung bevorsteht und Sie neben den Umzugskosten und allen anderen Kosten, die im Zusammenhang mit dem Wechsel der Wohnung stehen, auch noch eine Barkaution zahlen sollen, obwohl das Geld sicherlich an anderer Stelle benötigt würde. Besonders für solche Fälle, in denen die zu zahlende Barkaution die Liquidität erheblich einschränkt oder sogar zu einer finanziell schwer tragbaren Belastung führt, bietet sich die Nutzung einer Mietkautionsbürgschaft als Alternative an. In diesem Fall besteht die Mietkaution aus einer Bürgschaft, die vom jeweiligen Anbieter übernommen wird. Es fließt also kein Bargeld, sondern der Mieter überreicht seinem Vermieter die Bürgschaftsurkunde als Sicherheit. Bevor allerdings eine Entscheidung getroffen wird, ob die Barkaution als Mietkaution oder die Kautionsbürgschaft die bessere Alternative ist, sollten die jeweiligen vor Nachteile bekannt sein. Weitere Informationen zur Mietbürgschaft finden Sie unter http://www.bmgev.de/mietrecht/tipps-a-z/artikel/buergschaft.html.

Die Vor- und Nachteile der Barkaution

Nach wie vor ist die Barkaution in Deutschland die häufigste Form der Mietkaution, was sicherlich auch daran liegt, dass die meisten Vermieter dieses Verfahren schon seit vielen Jahren oder sogar Jahrzehnten nutzen. Für den Vermieter hat die Barkaution den Vorteil, dass er eine gewisse Summe Bargeld erhält, die im Falle von Schäden, die nach dem Auszug des Mieters in der Wohnung reguliert werden müssen, in Anspruch genommen werden kann. Der Nachteil besteht allerdings in dem für den Vermieter relativ hohen Verwaltungsaufwand, da zum Beispiel ein Mietkautionsskonto eingerichtet werden muss. Der Vorteil der Barkaution für den Mieter besteht vor allem darin, dass ihm keine Kosten entstehen und sogar eine Verzinsung der Kaution vorgenommen wird, sodass die Mietkaution für den Mieter quasi als eine Art Geldanlage dient. Der große Nachteil der Barkaution besteht für den Mieter allerdings darin, dass die liquiden Mittel angegriffen werden müssen, die vor allem im Zuge eines Umzugs oftmals anderweitig gut gebraucht werden könnten.

Welche Vorzüge und Nachteile hat die Kautionsbürgschaft?

Die Kautionsbürgschaft wird für immer mehr Mieter und auch für Vermieter eine echte Alternative zur Barkaution, da sie sich durch verschiedene Vorteile auszeichnen kann. Die Akzeptanz der Mietkautionsbürgschaft bei Vermietern ist größtenteils gegeben, allerdings „gibt selbstverständlich auch noch Zögerer und Zauderer unter den Vermietern“ (Quelle https://kautionsfrei.de/mietkaution#akzeptanz-beim-vermieter). Für den Mieter hat die Mietkautionsbürgschaft in erster Linie den Vorzug, dass seine Liquidität nicht reduziert wird, was im Rahmen eines Umzuges für viele Mieter ein ganz entscheidender Vorteil ist. Zudem muss der Mieter nicht befürchten, dass der Vermieter mit seinem Geld „Schindluder“ treibt, dieses also später eventuell zu Unrecht einbehält. Aber nicht nur für den Mieter, sondern auch für den Vermieter beinhaltet die Kautionsbürgschaft Vorteile. Ein großer Vorteil besteht darin, dass die Bonität des Mieters bereits vor Antritt des Mietverhältnisses geprüft wird, nämlich durch den Bürgschaftsgeber. Denn eine Mietkautionsbürgschaft erhalten in der Regel nur Personen mit einer ausreichenden Bonität. Der zweite Vorteil besteht darin, dass der Vermieter nahezu keinen Verwaltungsaufwand hat, sodass die Bürgschaft für ihn sowohl Zeit- als auch Arbeitsersparnis bedeutet. Zudem kann er sicher sein, dass er seine Ansprüche im Schadensfall geltend machen kann und die zugesicherte Summe erhält.

Fazit zum Vergleich zwischen Barkaution und Kautionsbürgschaft

Die Kautionsbürgschaft kann in vielen Fällen eine sehr gute Alternative zur Barkaution sein. Vor allen Dingen Mieter, die während des Umzuges über nicht sehr umfangreiche liquide Mittel verfügen und das Geld, das ansonsten für eine Barkaution aufgewendet werden müsste, deutlich besser anderweitig gebrauchen können, sollten sich um eine Kautionsbürgschaft kümmern. Dabei lassen sich immer mehr Vermieter von dieser Variante überzeugen, da die Mietkautionsbürgschaft auch für den Vermieter Vorteile beinhaltet. Wer allerdings als Mieter über ausreichende bzw. umfangreiche liquide Mittel verfügt, der kann sich nach wie vor guten Gewissens für eine Barkaution entscheiden. Denn das auf dem Mietkautionsskonto angelegte Geld sorgt dann sogar für eine Rendite, während die Mietkautionsbürgschaft mit Gebühren verbunden ist, die in der Regel zwischen 3-5 Prozent der Kautionssumme (pro Jahr) betragen.

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